Fachinformation

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Satellitensymposium vom 02.07.2021: Zur Veränderung motivieren

Um die wechselseitige Beziehung zwischen Abhängigkeit und Verhalten sowie Möglichkeiten und Ansatzpunkte für eine Veränderung suchtassoziierter Verhaltensweisen ging es bei dem von Camurus unterstützten Satellitensymposium mit Professor Jens Reimer, Hamburg, und Professor Joachim Körkel, Nürnberg, auf dem 21. Interdisziplinären Kongress für Suchtmedizin 2021 in München. Das Symposium am 02. Juli war eine Aktivität der StEP-Initiative, einer für alle mit der Opioidabhängigkeit befassten Personenkreise offene Fortbildungsplattform.*

Den Auftakt bildete Professor Jens Reimer, Vorstand des Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg (ZIS), der die StEP-Initiative und ihren Einsatz für eine moderne, lebendige und patientenfreundliche Behandlung der Opioidabhängigkeit kurz vorstellte. Durch soziale und ökonomische Integration sowie verstärkte Einbindung und Vernetzung aller beteiligten Personen und Unterstützungsangebote wolle die Initiative dazu beitragen, dass die Teilhabe der Patienten zunehme und sie schrittweise in ein selbstbestimmtes Leben zurückkehren könnten. Wolle man die Situation Suchtkranker verbessern, sei es laut Professor Reimer nicht nur wichtig, durch die Behandlung eine Schadensreduktion zu erreichen. Vielmehr sollten bei den Patienten auch Motive identifiziert werden, die beim Wunsch nach Veränderung eine Rolle spielen könnten.

Im Anschluss daran thematisierte Prof. Dr. Joachim Körkel, Leiter des Instituts für innovative Suchtbehandlung und Suchtforschung (ISS) der Evangelischen Hochschule Nürnberg, in seinem Vortrag, wie die Methode der Motivierenden Gesprächsführung (Motivational Interviewing, MI) Behandelnde dabei unterstützen könne, mit ihren Patienten erfolgreich den nächsten Schritt zu gehen.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel aus der „Suchtmedizin“, 23 (4) 5-6 (2021)
*Eine Aufzeichnung des Symposiums finden Sie auf www.step-initiative.de.